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Wenn wir heute Nachrichten lesen, durch Social Media scrollen oder die Schlagzeilen verfolgen, entsteht schnell der Eindruck: Die Welt ist vor allem voller Probleme, Krisen und schlechter Nachrichten. Negative Ereignisse dominieren – nicht unbedingt, weil es nur sie gibt, sondern weil sie Aufmerksamkeit erzeugen.
Gerade wir in Deutschland haben – so zumindest mein persönlicher Eindruck – eine gewisse Neigung dazu, zuerst das Kritische, das Schwierige oder das, was noch nicht gut genug ist, zu sehen. Diese Haltung hat ihre Stärken: Sie hilft uns, Risiken zu erkennen, Qualität zu sichern und Dinge zu verbessern. Doch sie hat auch eine Schattenseite: Sie kann unseren Blick auf das verstellen, was bereits gut läuft. Warum positives Denken kein Wegschauen ist Positiv zu denken bedeutet nicht, Probleme zu ignorieren oder schönzureden. Es bedeutet, bewusst auch das wahrzunehmen, was funktioniert. Es heißt, Erfolge zu würdigen, Fortschritte sichtbar zu machen und aus gelungenen Erfahrungen zu lernen. Denn genau dort steckt enormes Potenzial: In Projekten, die wir erfolgreich abgeschlossen haben. In Herausforderungen, die wir gemeistert haben. In persönlichen Entwicklungen, auf die wir heute stolz zurückblicken können. Diese Erfahrungen sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind Ergebnis von Einsatz, Mut, Lernen aus Fehlern und Durchhaltevermögen. Was wir von unseren Erfolgen lernen können Oft sprechen wir ausführlich über das, was schiefgelaufen ist – und viel zu wenig über das, was gut gelungen ist. Dabei sind gerade Erfolge wertvolle Lernquellen: • Was hat dazu beigetragen, dass etwas funktioniert hat? • Welche Entscheidungen waren hilfreich? • Welche Stärken haben wir eingesetzt? • Welche Zusammenarbeit hat den Unterschied gemacht? Indem wir diese Fragen stellen, stärken wir nicht nur unser eigenes Selbstvertrauen, sondern inspirieren auch andere. Mehr Austausch über das, was gelingt Ich wünsche mir mehr Raum für genau diesen Austausch: Mehr Geschichten über gelungene Projekte. Mehr Einblicke in persönliche Lernkurven. Mehr Wertschätzung für Fortschritt – auch für die kleinen Schritte. Denn positive Erfahrungen sind ansteckend. Sie motivieren. Sie zeigen: Veränderung ist möglich. Und sie erinnern uns daran, dass wir selbst wirksam sind. Einladung zum Perspektivwechsel Vielleicht ist heute ein guter Moment, sich einmal bewusst zu fragen: 👉 Was ist mir in letzter Zeit gut gelungen? 👉 Worauf bin ich stolz – beruflich oder privat? 👉 Was habe ich daraus gelernt? Lasst uns diese Geschichten teilen. Nicht aus Selbstbeweihräucherung, sondern um uns gegenseitig zu ermutigen, voneinander zu lernen und den Blick auch auf das Positive zu richten. Denn die Welt besteht nicht nur aus Problemen. Sie besteht auch aus Menschen, Ideen und Erfolgen, die jeden Tag zeigen: Es geht voran.
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AutorStephan Pottkämper, Geschäftsführer ARWIS Consult GmbH: Archiv
Februar 2025
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